..../..../Kirche näher betrachtetWo finde ich wasSt.Georg "Legenda Aurea"Nach der Legenda Aurea haust in der Stadt Silena in Lybia ein Drache in einem See vor der Stadt und verpestet diese mit seinem Gifthauch. Zwei Lämmer müssen ihm täglich geopfert werden, um seinen Grimm zu stillen. Als nun keine mehr aufzutreiben sind und schon viele Söhne und Töchter haben geopfert werden müssen, trifft das Los die Königstochter, die nach herzzerreißendem Abschied von den Eltern an den See vor der Stadt geht. Da kommt Georg von ungefähr dahergeritten und verspricht ihr Hilfe. Der Drache erscheint, mit dem Zeichen des Kreuzes schwingt Georg die Lanze, durchbohrt das Untier, das zu Boden stürzt. Er veranlasst die Königstochter, ihren Gürtel zu lösen, diesen um den Hals des Drachen zu schlingen und ihn - der ihr wie ein Hündlein folgt - in die Stadt zu ziehen, wo alle die Flucht ergreifen wollen. Aber Georg winkt ihnen und verspricht den Drachen zu töten, wenn sie sich zu Christen bekehren ließen. Er erschlägt den Drachen, der König lässt sich mit allem Volk taufen, und vier Paar Ochsen müssen das gewaltige Gewicht des Drachen aus der Stadt schleppen(Reclam Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten, Stuttgart, 4. Aufl. 1979)AltarVon 1734 an befand sich in der Kirche ein reich geschnitzter, mittelalterlicher Altar, ein Hauptwerk des Meisters Bertram von Minden. ein Geschenk der Hauptkirche St. Petri in Hamburg. Er wurde 1904 für 65.000 Goldmark nach Hamburg verkauft und kann heute dort in der Kunsthalle als Grabower Altar bestaunt werden. Das heutige Altarbild mit den Darstellungen der Geburt, der Kreuzigung und der Auferstehung Jesu malte Fritz Grewe 1906.TaufständerEr ist 1785 von der Müllerfamilie Bolbrügge gestiftet worden. Ein Hinweis auf das Neue Testament finden wir im oberen Rand eingearbeitet: "Wer zum Glauben kommt und sich taufen lässt, wird gerettet. Wer nicht glaubt, den wird Gott verurteilen: (Markusevangelium Kapitel 16, Vers 16, aus "Gute Nachricht für dich")KanzelDieses Renaissance-Schnitzwerk von 1555 ist nach Zarrentin wohl die zweitälteste protestantische Kanzel in Norddeutschland. In der Brüstung des Korbes sind in Steinreliefs neutestamentliche Motive abgebildet (Geburt, Taufe, Gleichnis vom Guten Hirten, Kreuzigung, Auferstehung, Aussendung der Apostel, Himmelfahrt, Pfingsten v.1.n.r.). (vrgl. Dehio, Ausgabe 2000)OrgelDie im Jahr 1885 von Friedrich Friese, Schwerin, gebaute Orgel (Friese 111-Orgel), ist das fünftgrößte Instrument aus seiner Werkstatt. Ungewöhnlich ist die Aufstellung, denn die Prospektfront ist in voller Breite in die Emporenbrüstung integriert. Fünfundzwanzig Register auf zwei Manualen stehen zum Musizieren zur Verfügung.Kirche näher betrachtet ...Taufewww.kirche-grabow.de